Krebsüberleben

Statistiken zu nationalen Überlebensraten bei Krebs

Das Koordinierungszentrum der Stiftung NICER publiziert regelmässig nationale Statistiken zum Überleben nach einer Krebsdiagnose, um zusammen mit Inzidenz, Mortalität und Prävalenz die Krebssituation in der Schweiz umfassend zu beschreiben. Das Überleben wird berechnet als Anteil Überlebender (oft als Überlebensrate bezeichnet) zu bestimmten Zeiten nach der Diagnose Krebs. Die Überlebenszeit ist die Zeitdifferenz zwischen dem Diagnosedatum und dem Sterbedatum.

Das Überleben nach einer Krebsdiagnose ist ein wichtiger Indikator, um die Qualität des Gesundheitssystems gesamthaft zu beurteilen. Vertiefende Einblicke können durch Zeitreihenanalysen, regionale Vergleiche der Überlebensraten in der Schweiz oder durch Vergleiche mit Überlebensstatistiken anderer Länder gewonnen werden.

Fortschritte des Gesundheitssystems sollten erwartungsgemäss zu längeren Überlebenszeiten nach einer Krebsdiagnose führen, da der Patient oder die Patientin später an der Erkrankung stirbt oder idealerweise geheilt werden kann. Umgekehrt kann aus längeren Überlebenszeiten aber nicht in allen Fällen auf Fortschritte des Gesundheitssystems geschlossen werden. Eine frühere Diagnose des Krebses verlängert die Überlebenszeit auch in Fällen, in denen (theoretisch) der Zeitpunkt des Todes gar nicht verzögert werden konnte, was keinen echten Fortschritt darstellt. Eine frühere Krebsdiagnose wird aber häufig zu einer echten Verlängerung der Lebenszeit führen, was zahlreiche Studien gezeigt haben. Die beiden genannten Komponenten der Verlängerung des Gesamtüberlebens exakt zu trennen, ist jedoch nur schwer möglich. Deshalb dürfen Überlebensstatistiken nicht isoliert interpretiert werden, sondern zusammen mit Inzidenz- und Mortalitätsstatstiken sowie Angaben zu Veränderungen innerhalb des Gesundheitssystems.

Die Berichterstattung zum Krebsüberleben in der Schweiz besteht aus zwei Teilen: